| Victorias Garden i n f o r m i e r t - Syphilis - Tripper20 FRAGEN ZU HIV/AIDS - Fragen zur Übertragung
1. Wie wird AIDS übertragen?
Das AIDS-Erregervirus HIV muß, z.B. über kleine Verletzungen an Haut oder Schleimhäuten, in den Organismus einer anderen Person gelangen. Bei HIV-infizierten Menschen ist das Virus zwar in allen Körperflüssigkeit vorhanden, jedoch nur in Blut, Sperma (Samenflüssigkeit) und Scheidenflüssigkeit in genügend großer Menge, um eine andere Person anstecken zu können. Für eine Ansteckung kommen nur drei Übertragungswege in Frage: - durch den gemeinsamen Gebrauch von Spritzen und Nadeln beim Spritzen von Drogen (intravenöser Drogenkonsum) - beim ungeschützten Geschlechtsverkehr, wenn infizierter Samen, Scheidensekret oder Blut in den Körper des Partners/der Partnerin gelangen kann - von einer infizierten Mutter auf ihr Baby, und zwar während der Schwangerschaft oder während des Geburtsvorgangs. Blutkonserven oder Blutprodukte stellen - zumindest in unseren Breiten - heute keine reale Gefahr mehr dar, weil sie automatisch auf HIV getestet werden.
2. Ist Küssen gefährlich?
Ja. Im Speichel sind zwar nur zuwenig Virusmaterialien enthalten, um jemanden anstecken zu können, doch eine Ansteckung ist definitiv möglich, wenn die infizierte Person im Mund blutet, z.B. Zahnfleisch bluten, Zahnfleisch Entzündungen und die andere Person ebenfalls eine offene Wunde im Mundbereich hat, über die das infizierte Blut eindringen kann. Überdies hat Speichel eine schützende Wirkung, es hüllt das HIV ein und bildet über Verletzungen einen Schutzfilm. Etwas, was wir kennen, wenn wir kleine Verletzungen mit Speichel einreiben, damit sie geschützt sind und schneller heilen.
3. Kann man mit einem AIDS-Kranken zusammenleben?
Selbstverständlich. Durch soziale Kontakte (Anniesen oder Anhusten, Umarmen oder Streicheln, Händeschütteln, die gemeinsame Verwendung von Gläsern oder Besteck, von Bad oder Toilette usw.) besteht nicht das geringste Risiko einer Ansteckung. Aus hygienischen Gründen und zum Schutz der infizierten Person - die ja viel anfälliger ist für Infektionen aller Art - sollte man aber auf das gemeinsame Verwenden von Zahnbürsten o.ä. verzichten.
4. Kann man sich beim ersten Geschlechtsverkehr infizieren?
Wenn der erste Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person stattfindet, ist eine Ansteckung leider auch beim 1. Mal möglich, wenn man sich nicht durch ein Kondom schützt.
5. Kann man mit einem HIV-Positiven schlafen?
Ja, aber nur unter äußerster Vorsicht. Vorausgesetzung idt man schützt sich durch ein Kondom und vermeidet auch sonst, daß infizierte Körperflüssigkeiten in den Körper eindringen (z.B. durch Samenerguß in den Mund, Samenerguß auf den rasierten Intimbereich).
23. Wenn der Vater infiziert ist, ist auch das Kind infiziert?
Eine Ansteckung ist nur von der Mutter auf das Kind möglich. Schläft ein infizierter Mann mit einer Frau, diese wird schwanger und ist nicht infiziert, kann auch das Kind nicht infiziert sein.
6. Wenn die Mutter infiziert ist, ist auch das Kind infiziert?
Infizierte Mütter können ihr Kind während der Schwangerschaft oder während des Geburtsvorgangs anstecken. Die Wahrscheinlichkeit beträgt jedoch "nur" ca. 30%. Da Mütter den Kindern alle ihre Antikörper mitgeben, weisen neugeborene Babies von infizierten Frauen auch ein HIV-positives Testergebnis auf. Es dauert bis zu 18 Monate, bis ein Kind die von der Mutter mitgegebenen Antikörper wieder abbaut. Erst dann läßt sich mit Sicherheit sagen, ob das Kind infiziert ist oder nicht. Will man früher Gewißheit haben, muß man zu einer anderen Testmethode (direkter Virusnachweis) greifen. Außerdem rät man aus Sicherheitsgründen infizierten Müttern davon ab, ihr Kind selbst zu stillen, weil hier möglicherweise noch eine Gefahr der Ansteckung gegeben ist.
7. Ist Blasen gefährlich?
Ja.Gelangt infizierte Samenflüssigkeit in den Mund, so könnte über kleine Verletzungen der Mundschleimhaut das Virus in den Organismus eindringen. Es ist daher sinnvoll, Samenerguß in den Mund zu vermeiden. Blasen mit Kondom ist der sichere Weg, auch wenn es von einigen abgelehnt wird, sollte jeder seine Gesundheit vorrangig betrachten und lieber einen entspannten und sichreren Oralverkehr genießen. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion durch Scheidenflüssigkeit beim Oralverkehr ist geringer, da Scheidensekret weniger Virusmaterial enthält als Sperma.
8. Welche "Stellungen" sind am gefährlichsten?
Am riskantesten ist Analverkehr (Penis eines Mannes dringt in den After eines Mannes oder einer Frau ein). Dabei kommt es immer zu kleinen, oft nicht sicht- und spürbaren, Verletzungen an der dünnen Darmschleimhaut. Infiziertes Sperma könnte so leicht in den Organismus eindringen. Schutz bietet die Verwendung eines Kondoms, am besten in Verbindung mit einem wasserlöslichen Gleitgel. Vaginalverkehr (Penis eines Mannes dringt in die Scheide einer Frau ein) birgt ebenfalls ein Risiko. Die Scheidenschleimhaut ist zwar dicker und robuster (die Scheide dient ja auch als Geburtskanal und muß dementsprechend dehnbar sein), aber auch hier kann es zu kleineren Verletzungen kommen, die eine Eintrittspforte für infizierte Samenflüssigkeit darstellen. Bestmöglicher Schutz sind auch hier Kondome. Über das Risiko beim Oralverkehr (Penis eines Mannes im Mund einer Frau oder eines Mannes) gibt es keine gesicherten wissenschaftlichen Aussagen. Als Empfehlung gilt jedoch: kein Samenerguß in den Mund. Bei der Variante Mund eines Mannes oder einer Frau am Genital der Frau ist das Risiko deutlich geringer, da Scheidenflüssigkeit weniger infektiös ist als Samenflüssigkeit. Bei allen Varianten gilt: ist Blut im Spiel, erhöht sich das Risiko.
9. Wenn Sperma auf die Haut kommt, ist das gefährlich?
Ja und Nein. Wenn die Haut unverletzt ist, nein. Das Virus hat dann keine Möglichkeit, in den Organismus einzudringen. Sind jedoch stellen offen z.B. durch eine frische Rasur, Intimrasur oder Verletzungen, z.B. an den Händen oder Fingern ist eine Infektion möglich.
10. Sind Mückenstiche wirklich nicht gefährlich?
Mückenstiche sind nicht gefährlich. Es ist völlig unmöglich durch Insektenbisse oder -stiche angesteckt zu werden.
11. Kann ich mich beim (Zahn)arzt anstecken?
Wenn die normalen Hygienestandards (nur Verwendung steriler bzw. sauberer Instrumente) eingehalten wird - nein. Auch nicht beim Bohren oder Zahnziehen.
12. Kann ich mich beim Blutspenden anstecken?
Nein. Beim Blutspenden werden nur Einwegnadeln verwendet. Es ist dabei ausgeschlossen, mit dem Blut einer anderen Person in Berührung zu kommen.
13. Besteht Ansteckungsgefahr bei Erster Hilfe?
Erste Hilfe, vor allem die Versorgung offener bzw. blutender Wunden, sollte im Normalfall nur mit Latexhandschuhen, wie sie in jedem Erste-Hilfe-Kasten vorhanden sein sollten, geleistet werden, um Infektionen aller Art (z.B. auch Hepatitis B) zu vermeiden. Ist die Haut des Helfers unverletzt, ist die Gefahr einer Ansteckung ohnehin nicht gegeben. Stehen keine Handschuhe zur Verfügung, so ist bei offenen Wunden und Verletzungen an der Haut des Helfers zwar Vorsicht, aber nicht Hysterie geboten. Sinnvoll ist auch der Einsatz von Beatmungshilfen, die eine direkte Mund-zu-Mund-Beatmung nicht mehr notwendig machen.
14. Sind Kinder z.B. bei Raufereien, Verletzungen gefährdet?
Bei üblichen Raufereien unter Kindern besteht keine Gefahr der Ansteckung. Risiko besteht theoretisch nur dann, wenn das infizierte Kind bluten würde und ein anderes Kind mit einer offenen Wunde mit diesem Blut in Berührung käme.
15. Welches sind die Risikogruppen?
Schon lange nicht mehr spricht man von Risikogruppen, sondern von Risikoverhalten. HIV wird durch ein bestimmtes Verhalten (ungeschützter Geschlechtsverkehr, Nadeltausch beim Drogenspritzen) übertragen und ist nicht auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe reduziert. Homo- und bisexuelle Männer sind nach wie vor eine besonders stark betroffene Gruppe (Ansteckung häufig über ungeschützten Analverkehr), ebenso Junkies (durch Nadeltausch beim Drogenspritzen). In zunehmendem Maß sind Frauen, die sich über den heterosexuellen Geschlechtsverkehr anstecken, betroffen. Eine bedeutende Verbreitungsquelle ist der sogenannte Sextourismus, vor allem in südostasiatische Länder. Die Neuinfektionsrate bei Blutern ist praktisch Null, da alle Blutpräparate autmatisch auf HIV getestet werden.
16. Warum sind Frauen gefährdeter als Männer?
Sperma ist eine besonders infektiöse Körperflüssigkeit. Beim Vaginalverkehr kann es zu kleineren Verletzungen in der Scheide aber auch im Bereich der Gebärmutter kommen. Solche Verletzungen bieten eine ideale Eintrittspforte für das Virus. Umgekehrt ist Scheidensekret weniger infektiös, der Mann kann sich, selbst bei kleinsten Verletzungen am Penis, nicht so leicht anstecken. Erhöht ist das Risiko für beide, wenn Blut im Spiel ist.
17. Kann man sich während der Regel anstecken?
Während der Menstruation sind sowohl Mann als auch Frau besonders stark gefährdet. Die Frau, weil während dieser Zeit die Gebärmutter praktisch eine große offene "Wunde" darstellt, über die HIV-infiziertes Sperma leicht in den Organismus eindringen könnte. Der Mann, weil er bei Kleinstverletzungen durch das Blut einer infizierten Frau leichter angesteckt würde als über Scheidenflüssigkeit.
18. Wie gefährlich ist Sex mit Prostituierten?
Prostituierte sind rechtlich nicht mehr verpflichtet sich regelmässig einer Untersuchung auf Geschlechtskrankheiten und HIV zu testen. Im eigenen Interesse schützen sich professionelle Prostituierte oft besonders gut, was aber das Risiko für den Freier nicht mit Sicherheit geringer hält. Für die eigene Sicherheit sollte sich jeder nur auf sich selbst verlassen. Anders sieht es im Bereich der Geheim- und der Beschaffungsprostitution für Drogen aus. Die ökonomische Situation der hier tätigen Frauen (und Männer) bringt sie häufig dazu, ohne Kondom (besser bezahlten) Geschlechtsverkehr zu haben. Damit steigt ihr Risiko, sich mit HIV anzustecken und ihrerseits die Infektion an Freier weiterzugeben. Im eigenen Interesse sollten daher die Kunden von Prostituierten auf Schutz durch Kondom bestehen.
19. Wie gefährlich ist Sextourismus?
In südostasiatischen Raum und in sogenannten Dritte-Welt-Ländern, den bevorzugten Reisezielen von Sextouristen, gibt es eine große Anzahl HIV-positiver Prostituierter. Touristen, die die wirtschaftliche Notsituation der dort im Sexgewerbe tätigen Menschen ausnutzen, laufen Gefahr, sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr zu infizieren. Ihrerseits verbreiten sie dann das HI-Virus durch den Kontakt mit ihren Frauen, Freundinnen usw. Sextourismus ist in den letzten Jahren einer der Hauptverbreitungsquellen der Infektion geworden.
20. Ist beim Wixen eine Ansteckungsgefahr gegeben?
Bei der Selbstbefriedigung keinesfalls. Aber auch gegenseitige Masturbation stellt keine Gefahr für eine Ansteckung dar. Einzige Ausnahme: wenn infiziertes Sperma (über eine offene Wunde) direkt in den Organismus gelingt.
|